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Dieses Thema hat 1 Antworten
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 Allgemein
janniz Offline



Beiträge: 57

24.04.2006 23:02
Schwachstellen und empfohlenes Tuning (oder ein Jahr H8) Antworten

Moin!

Der H8-Buggy ist ja eigentlich mein Lieblings-Offroader, obwohl er aus der Kiste raus ziemlich lahm ist. Man braucht etwas Zeit und Geld, dann macht er richtig Spaß! Ich will mal versuchen, paar grundlegende Dinge zusammen zu fassen.

Empfohlenes Tuning:

1. Öldämpfer! Ganz wichtig - die original "Dämpfer" sind eher "Hüpfer" - die taugen leider gar nix. Eine Schande, was Kyosho dem sonst guten Chassis da verpasst hat. Die (meiner Meinung nach) besten Dämpfer sind die original Kyoshos - leider teuer, aber ihr Geld wert. Lassen sich über Kolbenplatten, Federn und Öl optimal an jede Strecke anpassen, sind super verarbeitet und halten einiges aus. Ich hab die an beiden meiner Buggys und bisher nicht ein Grund zur Beschwerde. Auch gut sein sollen die 3Racing-Dämpfer. Der ST hat schon einfache Plastik-Öldämpfer - besser als nix, aber an die Tuning-Alu-Dämpfer kommen die nicht ran.

2. Kugellager. Wie immer - Kugellager für leichteren Lauf und weniger Spiel sollten eigentlich immer eingebaut werden, sofern noch nicht vorhanden. Kyosho hat an den Radlagern gespart und deshalb muss man sie selbst nachrüsten. Der ST hat dort übrigens schon Kugellager - scheinbar haben sie gegenüber dem Buggy gelernt. Ob man jetzt "billig" Lager nimmt, die teuren Kyosho-Lager oder die traumhaften Boca-Bearings ist wohl Geschmackssache. Hauptsache Kugellager.

3. Akku. Acht Zellen sollten es im H8 schon sein, sonst geht da gar nix. Selberlöten ist am billigsten und tut nicht weh. Die guten GP 1.100er-Zellen sind wohl die besten, wenn man nicht gleich auf Lipos umsteigt. Die Verbindungskabel zwischen den zwei Saddle-Packs lang genug lassen, dann passen die Packs auch im ST ohne Probleme. Goldstecker am Anschluss sind empfohlen (ich hab überlall 3,5-mm-Goldies)

4. Dämpferbrücke vorn. Hier am besten zu Alu aufrüsten. Wenn der Buggy sich überschlägt, landet er vorne auf der Brücke. Aufgrund der vielen Bohrungen bricht die dann gerne - vor allem bei kälteren Temperaturen. Auch hier kann ich die 3Racing-Teile wieder sehr empfehlen - günstig und passgenau.

5. Motor. Jetzt wirds teuer - mit nem Bürstenmotor macht der H8 irgendwie keinen Spaß - also auf Brushless umbauen. Oh - Mist - da muss ja die ganze Elektronik raus ... Leider wahr: Empfänger, Regler und Servo-Elektronik sind alle in dem schwarzen Kyosho-Kasten vereint. Tauscht man eins, muss man alle tauschen. Ein guter Zeitpunkt, um auf 40MHz-FM umzurüsten. Als Servo setze ich in meinen Buggys das HS81MG bzw. das HS85MG von Hitec ein. Das 81er ist etwas schneller als das 85er aber stark genug für die Lenkung. Grundsätzlich kann aber fast jedes Servo in "Micro"-Größe verwendet werden. Servohörner und -halterungen für verschiedene Hersteller liegen dem H8-Set bei. Nach dem Servotausch am besten den Servosaver etwas härter stellen.

Beim Empfänger greife ich immer gerne auf den günstigen und kleinen Jeti "Rex5" zurück - der hat mich noch nie enttäuscht.

Als Brushless-Regler kommen einige in Frage - die am häufigsten verwendeten sind wohl Mamba25 von Castle Creations und Genius40 (oder Genius30) von Graupner. Beide Regler lassen sich am PC programmieren (oder über die Funke - das ist aber mühsam). Der Graupner bietet glaube ich etwas mehr Parameter als der Mamba und eignet sich besser, falls man Außenläufer fahren möchte. Hacker, Schulze, Tekkin, Quark und einige andere bieten ebenfalls brauchbare Regler an, die sich im H8 unterbringen lassen.

Jetzt noch einen BL-Motor ... die am häufigsten im HalfEight eingesetzten BLs sind Innenläufer. Die kleinen 20-mm-Motore wie Mamba und Co. kommen im relativ schweren H8 jedoch schon an ihre Grenzen - d.h. sie werden sehr heiß. Je höher die KV, desto heißer der Motor. In der Praxis hat sich gezeigt, das man den Topspeed eines 6800er-Mamba schon auf den wenigsten Strecjen ausfahren kann - hier also lieber auf Drehmoment statt auf Drehzahl setzten. Motore in Speed300 bzw. -400 Größe, wie der AON 4900, der MiniAC 1215/12 oder die Hyperion 5000er oder 6000er sind schon besser für den H8. Wer auf Außenläufer setzen will, sollte sich nach den Align 420er/430er-Motoren umsehen. Wichtig: leider haben alle Motoren unterschiedliche Wellendurchmesser von 2 über 2,3 bis 3,2 Millimeter. Also besser erstmal passende Ritzel besorgen, dann einen Motor mit entsprechender Welle raussuchen.

6. Slipper. Ok, die Motorleistung stimmt jetzt - nächstes Problem: die Rutschkupplung: ist ein Drehmomentstarker BL implantiert, macht sich die Rutschkupplung negativ bemerkbar - sie geht beim fahren ständig auf und die Motorleistung wird nicht auf die Strecke gebracht. Selbst ganz zudrehen bringt irgendwann nix mehr, der Slipper geht trotzdem auf. Also zerlegen und die Stahlscheiben mit einer Feile oder Dremel einkerben, das hilft schon ein wenig. Besser: so genannte "Slipper-Pads" einsetzen - alternativ kann man die selber machen oder man nimmt solche Gummi-Scheiben aus dem Sanitär-Bedarf (die gehören eigentlich irgendwo in den Wasserhahn). Einige verkleben den Slipper mit Sekundenkleber - davon halte ich aber nix, da sich dann früher oder später das Getriebe verabschiedet...

7. Felgen. Vielleicht geht es nur mir so, aber mir brechen ständig die Felgen weg. Leider kam ich noch nicht in den Genuss, die ProLine-Felgen endlich mal auszuprobieren, aber was ich gehört habe, sind die um einiges haltbarer als die Kyosho-Felgen. Alternativ können mit entsprechenden Adaptern (z.B. von CAW oder 3Racing) auch 1:10er Fegen montiert werden. Die Kyosho-Reifen (vor allem die X-Patterns) gefallen mir aber sehr gut, schade nur, das sie auf Schrott-Felgen verklebt sind ...


So... das wars für heute - aber da ist ja noch so viel mehr ... Rechts/links-Gewindestangen, Stabis, das Problem mit den C-Hubs, Carbon-Chassis, verschiedene Karos, Titan-Schrauben und andere (unnötige? Teile) usw...

Freue mich auf eure Kommentare - to be continued ...

Sinned Offline




Beiträge: 274

26.04.2006 13:37
#2 RE: Schwachstellen und empfohlenes Tuning (oder ein Jahr H8) Antworten

Ein schöner Schwachstellenbericht!

Da gibt es nix zu meckern, klasse gemacht!

Ich fahre den Mini Inferno an 6 Zellen mit AON4900!


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